Salt Fiber Schweiz - 10 Gbit/s Internet für Privatkunden

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sv00010
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Beitrag von sv00010 » Sa 26. Mai 2018, 21:44

Fox    hat geschrieben:
Sa 26. Mai 2018, 21:20
Im Moment arbeiten die Medien zum Beispiel die Probleme durch die Hartz-Reform aus dem Jahr 2002 auf. Heißt, unsere Journalisten sind der Gegenwart zurzeit 16 Jahre zurück - bzw. behandeln wiedermal lediglich die Symptome der Gegenwart, statt Lösungen anzustrengen. Politik ist keine Sache, die alleine von Abgeordneten betrieben werden kann. An dieser Erkenntnis sind in der Vergangenheit bereits einige Putsche gescheitert.
Das grundlegene Problem ist ein ganz anderes, nämlich dass wir "Doping" verwenden und uns daher stärker fühlen, als wir tatsächlich sind (und zwar in der gesamten zivilisierten Welt).
Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde in den kriegführenden Staaten die Noteneinlösungspflicht in Gold aufgehoben.
Der Goldstandard wurde beendet, weil sonst der erste Weltkrieg nicht finanzierbar gewesen wäre.
Einmal angefangen wurde in der Zukunft (zweiter Weltkrieg) immer fleissig weiter "Doping" verwendet.
Durch dieses ständige "Doping" (Verschuldung), sind die Staaten (alle) zwingend auf Inflation angewiesen.
Die Sachwerte bleiben und ihr Wert steigt (Inflation), aber der Wert der Schulden wird relativ dazu gesenkt, obwohl er nominal gleicht bleibt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Goldstandard



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Beitrag von Fox    » So 27. Mai 2018, 02:14

Ich liebe solche Diskussionen. Bei euch kann man so viel lernen, das bereichert ungemein und merkt einmal mehr, was einem in der Schule nicht gelehrt wird. ;)

Auf Wikipedia wird schön einfach erklärt, wieso die Bindung an Gold aufgehoben wurde. Allerdings finde ich es überlegenswert, nicht so einseitig wie Wikipedia die Korrelation zwischen Aufhebung des Goldstandards und der Wirtschaftliche Erholung zu betonen, sondern zu überdenken, was damit gemacht wurde. Denn wenn ich es richtig sehe, resultiert das ganze von 1971 (Aufhebung des Goldstandard von 35$ ist eine Unze) auf nun 1300 Dollar. Dies entspricht einer jährlichen Inflation von 16%. Das nenne ich mal einen gigantische Geldentwertung (=da die Kaufkraft sinkt) die da betrieben wird. ;)
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Es gibt immer schlechte Beispiele - aber sollte man nicht versuchen, besser zu sein?

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Beitrag von Fox    » Mi 1. Aug 2018, 05:24

Wieso das Ganze Telekom-Bashing
Die Kritik an der Telekom ist nichts persönliches, sondern nur die Antwort auf einen gewissen Ruf, den sich die Telekom erarbeitet hat. Letzten Endes bekommt die Telekom nur ihr eigenes miserables Marketing vorgeworfen.

Das muss ich vielleicht näher erklären:

War es im letzten Jahrzehnt miserable Peering-Politik (fehlende Präsenz am DE-CIX), und vor 5 Jahren das Thema Drosselkom (Argument: so viel Traffic braucht kein Haushalt) , dann die Vectoring-Remonopolisierung der letzten Meile (Denn die Technik verlangt nunmal die Herschafft über ein ganzes Kabelbündel ~ aber da die Linecards hoffentlich keine 10 Jahre im Einsatz sein werden, ein ziemlich teurer Spaß), so ist auch in den letzten Jahren in Interviews mit der Telekom zu lesen, dass Bandbreiten oberhalb von 50 Mbit/s nicht unbedingt vom Kunden angenommen werden würden (Wieso sollte man ausbauen?).

Wenn die Telekom öffentlich in Erscheinung tritt, kritisiert sie somit Kundenwünsche oder das Kundenverhalten. So macht man sich nicht gerade beliebt. ;)

Die Frage bei der Bestellung eines Internetanschlusses bei der Telekom ist weniger "Welche Datenrate brauchst du?" sondern vielmehr "wurde bereits ausgebaut?", denn schließlich werden einem nach Eingabe der Adresse die Tarifoptionen gestrichen. Es wäre vollkommen anders, wenn man immer alle Tarife zur Auswahl hätte, und dann eben hinter Wahl des (de-facto nicht ausgebauten) 10 Gbit/s Tarifs ein Formular zur Vereinbarung eines Gesprächs über einen Ausbau erscheinen würde. Denn dann würde der Kunde (in Gewissheit, dass mit ausreichend Geld die Telekom auch einen 1 TBit/s Privatkundenanschluss realisieren würde), sich Gedanken machen, dass er in Wahrheit vielleicht ohnehin nur den VDSL100-Tarif buchen würde, und würde ohne zu Meckern bestellen.
Doch wenn man immer mit Traffic-Limits und eingeschränktem Ausbau-Stand von seiten Service Provider konfrontiert wird, ist doch eigentlich selbstverständlich, dass man die Telekom dann als heißgeliebten Sündenbock darstellt und ihr das eigene Marketing vor die Nase hält "Bau gefälligst Breitband aus". Insbesondere wenn einem dann noch der Neid packt, wenn man an das günstige Mobile Internet der anderen EU-Länder oder auch an die 10 Gbit/s Ausbaustandorte anderswo denkt.
~Und wenn dann die Qualität tatsächlich wiedermal nicht stimmt, weil der Traffic nicht über den DE-CIX geht und dadurch Downloads langsamer laufen oder man noch nicht einmal telekom.de über IPv6 erreichen kann, wo es doch selbst 1und1.de auf die Reihe bekommt; und bei Hetzner der Telekom-Traffic extra kostet ~ Dann gibt's die Perfekte Laune um wieder einmal auf die Telekom zu dreschen, weil's doch so viel Spaß macht ^^.

Ich glaube, es könnte sich auch einiges verändern, wenn die Telekom wieder einen old-school Traffic-Volumentarif anbieten würde.
Strom kommt schließlich auch aus der Steckdose und man zahlt je nach Verbrauch. Wenn man das bei Daten ebenso handhaben würde, läge es im Interesse des Internetproviders die Leitung auszubauen (damit die Kunden mehr Traffic verbrauchen können). Das aktuelle Flatrate-Modell führt schließlich zu Gegenteiligen Tendenzen seitens der Internet Provider (wie sich die Telekom den Ruf Drosselkom machte).
~Nja, aber da hat die Telekom einfach wieder eine zu Fantasielosen Vertrieb. Da könnte man glatt "unwollen den Umsatz zu steigern" diagnostizieren. ;)

Auf die Telekom schauen nunmal alle drauf, weile diese maßgeblich ein Monopol auf Breitbandanschlüsse besitzt, von kleineren lokalen Anbietern und der Kabel-TV-Sparte (die nicht überall verfügbar ist) einmal abgesehen.

Preisstruktur für's Festnetz-Internet

Weshalb sind die Internetpreise bei 1&1 so wie sie sind?

2018-08-01_04h52_32.png
2018-08-01_04h52_32.png (64.33 KiB) 186 mal betrachtet


Konkret: Wieso kostet 16 Mbit/s genausoviel wie 50 Mbit/s nach 24 Monaten? Die (aufgrund des Telekom-Monopols) festgelegten Vorleistungsentgelte für einen VDSL-Anschluss (16/25/50 Mbit/s) liegen einheitlich bei etwa 17€, nur ein VDSL100-Anschluss kostet etwa 19 Euro. Ein ADSL-Anschluss (maximal 16 Mbit/s) ist nochmal ein paar Euro günstiger als ein VDSL-Anschluss. Der Preisprung von 10€ zwischen VDSL100 und VDSL250 liegt ebenso in den Preisen der Vorleistungsprodukte begründet (die Telekom wollte hier anfangs 33€ mtl. verlangen, was wesentlich mehr ist). Ebenso ist die Tarifwechselgebühr (40€) im großen auf Entgelte an die Telekom zurückzuführen.

Im großen und ganzen ist somit der Weg über den Reseller 1&1 der kostengünstige Weg die Vorleistungsprodukte der Telekom ohne juristerei mit hübscher Bedienoberfläche und freundlichem Support in Anspruch nehmen zu können, neben einigen extras und beigaben, welche finanziert werden von den dem was nach den Entgelten an die Telekom noch übrig bleibt. (Ebenso lässt sich die Telekom neben geschalteter Datenrate auch den Traffic bezahlen. Wenn ihr in der Rush-Hour Daten herunterlädt, wird es teuer für den Reseller!)

Zu den Preisen kommen höchstwahrscheinlich noch Massenrabatte hinzu, interessant ist jedoch, das Support, Rechnung, Festnetz-Flat, SIM-Karten, DE-Domains, Cloud-Speicher, E-Mail-Adressen usw. alle Extras bei weitgehend allen Tarifen mit etwa stabilen ~13€ finanziert werden und sich die Preistabelle letzten Endes zu 100% aus den Preisen zu den Vorleistungsprodukten der Telekom erschließt.

Die Telekom ist jedenfalls konkurrenzlos glücklich. :D
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